Physik

Als Kind und als Jugendlicher hat mich Physik immer fasziniert. Viele populärwissenschaftliche Bücher haben vermittelt, dass die Physik kurz davor sei, die letzten Fragen beantworten zu können – oder zumindest immer mehr Klarheit und Licht ins Dunkel zu bringen.

Während des Studiums wurde aber klar, dass nicht jeder Physiker damit beschäftigt sein kann, der Welt die letzten Geheimnisse zu entreißen. Viele Probleme lassen sich nur dann exakt lösen, wenn man sie stark vereinfacht oder spezielle Grundannahmen trifft. Vieles lässt sich tatsächlich nur numerisch lösen: man legt ein Raster fest und berechnet, was an den Rasterpunkten passiert.

In meiner Diplomarbeit habe ich die zeitliche Entwicklung eines Moleküls (unter sehr idealisierten Bedingungen) berechnet und dabei gleichzeitig versucht, mathematische Verfahren zu testen und zu vergleichen, die das Ergebnis schneller ermitteln können und den normalen Rechenweg somit beschleunigen. Numerische Berechnungen sind sehr zeitaufwändig, daher ist jedes Mittel willkommen, das mit weniger Aufwand zum selben Ziel führt.

Die zeitliche Veränderung der Wahrscheinlichkeitsdichte eines Heliumjodidmoleküls; jedes Bild entspricht einem zeitlichen Abstand von 0.1 Pikosekunden.

Was wir tatsächlich über die Welt wissen, die uns umgibt, und wie sehr die Forschung von allzu menschlichen Faktoren abhängt, beleuchtet Dr. Sabine Hossenfelder in ihrem Blog und auch in Ihrem Buch „Lost in math“.


Letzte Aktualisierung am von Marc